Seniorenbund St. Veit am Vogau reiste nach Südtirol

Zu einer dreitägigen Busreise Anfang Juli fanden sich rund 50 Damen und Herren von der Ortsgruppe St. Veit am Vogau des Steirischen Seniorenbundes ein. Dazu hatte Obfrau Waltraud Straßberger in umsichtiger Weise gemeinsam mit dem Buslenker Franz Steg aus Wildon die Organisation übernommen.

Der erste Reisetag führte über Kärnten und Osttirol nach Brixen und Bozen, sowie in das kleine Örtchen Vals, wo die zwei Nächte verbracht wurden. Hier in Vals fuhr man mit einer Gondelseilbahn hinauf auf die Jochtalhöhe, wo man gerade aufblühenden Almrausch und in der Ferne Felsformationen der Dolomiten in den blauen Himmel ragen sah.

Der nächste Tag führte in Begleitung einer einheimischen Reiseführerin in Richtung Brixen nach Bozen. Unterwegs sah man bereits erste Weingärten und Obstgärten. „Nahezu eine Million Tonnen Äpfel werden in Südtirol vermarktet“, wusste die Reiseleiterin zu berichten. Nächst Brixen sah man ausgedehnte Weingärten auf oft steilen Hängen. In Bozen besuchte man die Altstadt mit Dom und Franziskanerkirche, und ein besonderes Erlebnis war da die Fahrt mit einer Gondelseilbahn hinauf in die Region Ritten. Mit Südtirols einziger Schmalspurbahn gab es da eine romantische Zugfahrt. Von einem gut zu begehenden Wanderweg hatte man einen großartigen Ausblick auf die so genannten Erdpyramiden aus späteiszeitlichem Moränenlehm, durch Erosion entstandene schmale und spitz in die Höhe ragende Gebilde.

Der dritte Reisetag führte nach Kastelruth, deren Musikergruppe „Kastelruther Spatzen“ ihren kleinen Heimatort in den Dolomiten weltberühmt gemacht hatten. Natürlich gab es da auch einen diesen Musikern gehörenden Laden, in dem sogar einer der „Kastelruther Spatzen“ persönlich anwesend war – sehr zur Freude einzelner ihrer Verehrer in der Reisegruppe. Interessant hier die Kirche mit ihrem freistehenden Turm.

Vorbei an kurzgemähten grünen Bergwiesen ging es danach ins Grödnertal, das für die Holzschnitzkunst vieler Bewohner hier Weltruf besitzt. Und da gibt es das „Dolfi-Land“ – ein weitläufiger vier Etagen umfassender Bau, voll mit Schnitzereien. Eine Südtiroler Familie begann 1892 mit dem Holzschnitzen, und nun bereits die fünfte Generation unter dem Firmennamen „Dolfi“ beliefert nahezu die ganze Welt mit ihren hier erzeugten Produkten. Bei einer Führung wurde auch Einblick in die Herstellung – zum Teil maschinell – der vielfältigen Holzarbeiten gegeben. „Trotz Maschineneinsatzes ist noch viel Handarbeit zu leisten“, erläuterte die Führerin durch das Haus an Hand einer Fräsmaschine. – „Dolfi-Land“ ist hier freilich nicht die einzige Schnitzwerkstätte. Hier gibt es noch viele weitere derartige Werkstätten, wenn auch in kleinerem Umfang.

Dann die überaus beeindruckende Fahrt über den Söllerpass, das Grödnerjoch und das Pordoijoch mit 2.300 Meter Seehöhe, sowie über den Falzaregopass. Die Straße verläuft hier in vielen Kehren – oft sehr engen – die alle Aufmerksamkeit des Buslenkers beanspruchte. Dazu Motorrad- und Radfahrer, die halsbrecherisch die bergabwärtsführende Straße anscheinend für sich allein zu beanspruchen glaubten, und damit haarsträubende Verkehrssituationen verursachten. Und immer wieder der Blick auf das vielfältige Bergmassiv der Dolomiten. Schließlich noch ein Blick nach Cortina di Ampezzo, wo Anfang der Fünfziger Jahre der Tiroler Toni Sailer für Österreich Schigeschichte geschrieben hat.

Wohl für die gesamte Reisegruppe waren die „drei Tage Südtirol“ ein besonderes und beeindruckendes Erlebnis.

Anton BARBIC

Auf der Höhe. Foto: BARBIC

Auf der Höhe. Foto: BARBIC

Die Reisegruppe beim Gasthof Unterwöger in Obertilliach. Foto: BARBIC

Die Reisegruppe beim Gasthof Unterwöger in Obertilliach. Foto: BARBIC